Kontakt: Info @ slowplay-poker.de

Heads-up Bericht vom 24.9.22

Categories


Recent Posts


Tags


Deine Website hat keine schlagwörter, also gibt es hier im Moment nichts zu sehen.

Der 24.9.22 ist der letzte Samstag im September und laut Wikipedia der internationale Tag der Netzhaut. Der sogenannte „World Retina Day“. Und für die Netzhaut gabs an diesem Tag nun wirklich viel und jede Menge. Nämlich jede Menge Pocket Pairs, Suited Connectors, 60% vs. 40%, Raise, Check, Fold und natürlich Bollywood. Ja richtig gelesen! Bollywood!!!

Aber fangen wir ganz vorne an. Also am Anfang. Sozusagen am Beginn eines wunderbaren Endes.

Zu Gast war heute, in den internationalen Hallen des Bürgerhauses Osdorf, die dritte der drei Mannschaften des „Tüs Berneé“ mit den Namen „No Deal“. Zusammensetzte sich die Truppe aus Mike, seines Zeichens der Zusammenhalter der Truppe. Carsten, der Altmeister des Pokersports. Danielo, dem Großmeister der inneren Ruhe und Gelassenheit, sowie Nick, der den Altersschnitt der Combo weit nach unten senkte. Auf der anderen Seite der Tische und somit auf den Vorplatz des Bürgerhauses sehend, spielte für Slowplay heute mal keine geringere als die übliche Mannschaft. Lediglich unser Hasi wurde wegen Kopfschmerzen gegen unsere Außenministerin Babette ausgetauscht. Die üblichen waren demnach Matthias, Jürgen und unser Junior der sich heute gut zu Benehmen wusste.

Nach dem Hallihallöchen Hallo ging es an die Tische. Da ich mal wieder zum Dealen degradiert wurde, weil ich so schlecht bin und man schlecht nicht steigern kann als schlechtester, hatte ich einen guten Überblick über beide Tische. Zwar nicht über alle Karten und Hände aber doch auf die gegnerische Mannschaft. Und als ich so vor mich hin dealte und die älteren Herren mit ihrem Sprössling so scannte, schockierte mich plötzlich ihr Anblick und ergriff mich zeitgleich wie das traurige Herz einer Mutter. Denn die armen Jungs hatten alle kein Trikot an. Hallo?! Kein Trikot? Kein Leibchen, keine Weste kein Emblem, kein nix? Nichts was sie mit ihrem Verein hätte identifizieren können und womit man sich stark und mutig fühlt oder fühlen kann oder könnte. Eine Insignie wie zum Beispiel ein paar Sterne, wie des deutschen Meisters, die sagen: Hier wir sind was?? Aber nichts dergleichen? Ich wische mir heimlich eine Träne weg und entschuldige es mit: „Ich habe eine Allergie“.

Lieber TuS Berne, was können wir tun, um diesen talentierten Spielern das Gefühl zu geben dazuzugehören, etwas zu sein, selbstbewusst in eine Partie zu gehen und zu sich zu präsentieren als Mannschaft, als Team, als Einheit? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Aber nun zum wesentlichen.

Da das Bürgerhaus ja nun mal ein Haus für alle Generationen, Altersklassen, Diversitäten, Nationen und einfach für alle und wir meinen alle, also alle, konnten die Experten unseres Vereins schon beim Aufbau der Tische kulinarische Highlights erschnüffeln. Denn im großen Saal des Hauses fand eine indische Feier statt. Eine Feier auf der wir uns gerne eingeladen hätten. Mal ehrlich!? Wer könnte besseres Indische Curry zubereiten, als eine ältere Indische Mama? Da die leckeren Düfte unseren kulinarischen Kennern das Gehirn vernebelten, verloren wir die erste Runde. Nicht zuletzt auch wegen eines zusammengebastelten, höheren Full House auf dem, ja wie könnte es sein? River! Stand 6:22

Da wir die Statistiken der Gegner natürlich auswendig kennen und gegen (und auch mit) dem ein oder anderen Spieler seit über 10 Jahre spielen und uns überhaupt schon gefühlte 100 Jahre kennen, war der Verlust für uns unverständlich aber total erklärbar – es war das leckere Essen der Inder im Nebenraum!

Im zweiten Teil unseres Turniers überlegten wir alle uns wie Inder zu verkleiden, um dann heimlich in den Nebenraum zu gehen um was vom Leckeren zu Essen abzustauben… aber zu spät. Die indische Gemeinschaft zog mit einigen ihrer Party feiernden Gäste direkt auf den Vorplatz des Bürgerhauses. Also genau vor unsere Fenster! Na super!

Junior und Matthias bekamen bei dem Anblick reizender Tänzerinnen eines einstudierendem Bollywood Tanzes, glasige Augen. Danileo spürte in seinem inneren Shangrila, ein sich erfüllendes Shakra und so dauerte sein Spiel so lange, dass man hätte eine neue Blindstufen erfinden müssen.

An dieser Stelle gilt der Dank übrigens Danilo. Den so kamen die schon fertigen, also alle anderen Spieler und auch fertigen Dealer in den vollen Genuss, des sich vor dem Fenster aufgeführten Tanzes.

Dennoch ging die Partie mit 24:40 an die mit dem Rücken zum Fenster sitzenden No Deals. Wieso eigentlich? Die haben doch nichts gesehen????

Nach tosendem Beifall zur Perfomance der Bollywood Tänzer/innen, TanzendenInnen oder so, ging es in Runde 3.

Keine Ahnung was abging. Aber es war Cool. Also das Tauziehen zwischen Dehli und Mumbay oder so. Denn nachdem sich die Bollywood-Tanzenden den Autorammenjägern hingaben, bauten sich die Männer der indischen Feierwütigen auf, um sich im Tauzieh – Duell zu messen.

Während mir Matthias erklärt, dass nicht alle Inder Ranjid heißen, sondern auch Punjab oder Raj (Ratsch) und ich doch mit meinen Vorurteilen gefälligst mal aufhören sollte, überlege ich noch wie viele diese Inder aus Mumbai kommen.

Doch während ich so vor mich hin überlege und dabei den Frauen und danach den Kindern beim Tauziehen zusehe und mich gleichzeitig dabei darüber freue, wie multikulturell, divers und international wir im Bürgerhaus und auch im Pokersport sind und das, dass doch irgendwie schön ist, wenn Jeder/Jede/Jedes seinen Platz hat und willkommen ist; stelle ich fest, dass alle an meinem Platz sind und darauf warten das Matthias und Nick fertig werden.

Wie jetzt? Alle Spiele haben wir gewonnen nur noch dies Spiel führt zum Sieg? Und ich träume vor mich hin?

Plötzlich höre ich nur noch vom Junior 60 zu 40 und unser Team springt auf und Tanzt als der River vorüberzieht und uns den Sieg bringt. Ich sehe mich um und denke mir.

Bollywood kann ja so nah sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert